Nachdem wir uns am gestrigen Tag mit der Frage beschäftigt haben, was wir denn eigentlich überhaupt glauben, ging es heute um Gott selbst. „Hafen, Leuchtturm oder Smutje“ ist der Titel des Tages. Denn was ist Gott für wen? Sicherer Hafen, wegweisender Leuchtturm oder bekochender Smutje?


Um dieser Frage nachzugehen, haben wir uns am Vormittag im Plenum getroffen und zu verschiedenen Gottesbildern gearbeitet. Dabei haben die Konfis unter anderem Kacheln gestaltet und auf diesen künstlerisch zum Ausdruck gebracht, was Gott für sie ist. Mit Fäden in verschiedenen Farben konnten die Konfis Symbole und Bilder legen, die ihre Beziehung zu Gott darstellen.

Am Nachmittag ging es dann um das Theodizee Problem. Dieses befasst sich mit der Frage, wie sich das Leid und das Böse der Welt mit der Existenz eines vermeintlich allmächtigen Gottes vereinbaren lassen. Um dies zu ergründen hat ein ordentlicher Umbau in unserem Freizeitheim in Hohenfelde stattgefunden. Es wurden vier Gerichtssäle eingerichtet, denn an diesem Nachmittag steht jemand vor Gericht. Gott selbst. Die Anklageschrift: „Gott wird beschuldigt, allmächtig und vollkommen gut zu sein und das Leid auf der Welt trotzdem nicht verhindert tu haben und auch weiter nicht zu verhindern.“ Anklage und Verteidigung haben hitzig diskutiert, Zeugen aufgerufen und schließlich ein Urteil gefällt. Was für ein spannender Nachmittag!

Nach den hochkochenden Emotionen des Gerichtsprozesses konnten die Konfis bei einem Taizé Gebet im Großen Tagesraum wieder runterkommen, eine Kerze anzünden und einen Moment innehalten.

Der Tag endet mit den Pflichtprojekten und einem gemeinsamen Abschluss am Strand. Hier sind wir bei Sonnenuntergang und Sturm alle noch einmal zusammengekommen, haben einer Zusammenfassung des Tages gelauscht und die gestalteten Kacheln in ihrer Fülle betrachtet.

Wieder ein voller und langer Tag, viele Eindrücke und neue Themen, das macht müde. Es wird Zeit fürs Bett, wir freuen uns auf einen sonnigen Mittwoch!




