Passend zum Tagesthema erleben die Konfis heute beim Frühstück die erste Ungerechtigkeit. Das geliebte Nusspli (die Hohenfelde Variante von Nutella) ist heute rationiert und den Jugendleitenden und einzeln ausgewählten Konfis vorbehalten. „Das ist so unfair!“, ist da nicht nur an einem Tisch zu hören.

Das Thema des heutigen Tages lautet: „Auf Kurs – Segel setzen für eine gerechte Welt“. Am Vormittag beschäftigen wir uns aber erstmal mit den Ungerechtigkeiten der Welt. Es geht unter anderem um Geschlechterungerechtigkeit, Bildungsungleichheit, Diskriminierung von Menschen der LGBTQIA+ Community, Benachteiligung von Arbeiter:innen, Kinderarbeit und Krieg, Flucht und Vertreibung. In Kleingruppen haben die Jugendlichen sich über diese Themen unterhalten und ein kleines Referat vorbereitet.


Die Mittagspause ist nach den Regentagen endlich mal wieder so, wie eine Mittagspause in Hohenfelde zu sein hat. Die Sonne scheint, das Meer schimmert blau am Horizont und über unser Freizeitheim legt sich eine entspannte Ruhe. Während auf dem Fußballplatz gute Musik und ein spannendes Fußballspiel laufen, wird sich auf dem Zeltplatz gesonnt. Genauso muss es sein!

Nachdem wir und am Vormittag vor allem mit Ungerechtigkeiten beschäftigt haben, war das Ziel am Nachmittag, einen positiven Blick auf die Zukunft zu lenken. Denn jeder und jede Einzelne kann etwas dazu beitragen, die Zukunft zu gestalten und einen positiven Einfluss zu haben. Die Jugendlichen haben inspirierende Menschen und ihre Ideen kennengelernt und somit Eindrücke gewonnen, wie eine lebenswerte Zukunft gestaltet werden kann. Neben bekannten historischen Persönlichkeiten wie Sophie Scholl und Harriet Tubman ging es auch um andere Menschen wie Katrina Spade, die das Konzept des Recomposing für Bestattungen entwickelt hat oder Dixon Chibanda, einen Psychiater aus Simbabwe, der die Idee der Freundschaftsbank für Gespräche zwischen Großmüttern und gesprächsbedürftigen Menschen hatte. Die Jugendlichen haben Begriffe und Ideen zu einer lebenswerten Zukunft gesammelt und auf Umzugskartons geschrieben. Daraus konnte dann symbolisch eine Stadt gebaut werden, in der es sich zu leben lohnt.

Kurz vor dem Abendessen stand das erste Wir dürfen Singen der Freizeit an, eine Hohenfelde Tradition, die auf den Abend vorbereiten sollte. Denn zum Abschluss des Tages haben wir uns als Gruppe auf den Weg zur Kapelle nach Hohenfelde gemacht und dort eine Andacht abgehalten. Auch hier ging es nochmal um das Thema Gerechtigkeit. Wir haben aber auch einfach ganz viel gesungen und auf dem Rückweg den Sonnenuntergang über der Ostsee bewundert. Ein Abend, der alle ein bisschen runterbringen und entspannen kann und nach dem alle mit Sicherheit müde ins Bett fallen.

Morgen steht ein Landgang an, es geht nach Lübeck. Wir sind gespannt, was die Hansestadt uns zu bieten hat und wie es sein wird, das Gelände zum ersten Mal seit einer Woche zu verlassen. Bis dahin!




