Heidewitzka – klar Schiff!

16. Juli 2026

So schnell kann es gehen, da sind die zwei Wochen Hohenfelde schon vorbei. Zeit ist hier immer eine komische Sache. Fühlt der erste Tag sich an, als hätte er mindestens 48 statt 24 Stunden, vergeht die Zeit spätestens ab der Hälfte wie im Flug. Dass der heutige Tag der letzte unserer Freizeit ist, löst bestimmt bei vielen gemischte Gefühle aus. Vorfreude auf Zuhause, Familie und Freunde, vielleicht den nächsten Sommerurlaub. Und doch ist es komisch, nach zwei Wochen wieder zu fahren, erstmal Tschüss zu allen und der Ostsee zu sagen.

Aber auch ein letzter Tag in Hohenfelde ist noch voller Programm. Am Vormittag stand ein großes Quiz über die Freizeit an. Hier wurde auf einem breiten Spektrum alles abgefragt. Von eher quatschigen Fragen, wie nach dem Namen von Freizeitleitung Arnes Zimmerpflanze oder dem tatsächlichen Alter von Freizeitleitung Lilli, ging es auch um Allgemeinbildung und die Inhalte der Freizeit. Zwischen welchen zwei Großstädten liegt Hohenfelde? Wie viele Bücher hat die evangelische Bibel? Wie heißen die vier Evangelisten? Wie viele Herzen hat ein Tintenfisch? Wie viele Menschen dürfen in Hohenfelde gleichzeitig wippen? Stimmung und Ehrgeiz sind hier garantiert!

In der Mittagspause stand das spannende Finalspiel des Fußballturnieres an. Die LaLaLeiter konnten sich erst im Elfmeterschießen durchsetzen, wurden aber später aufgrund von Bestechung und Doping qualifiziert. Spannung und Dramatik auf allen Ebenen!

Bei der Heidewitzka am Nachmittag hieß es dann, das Chaos aufzuräumen, das 100 Menschen in zwei Wochen auf einem so großen Gelände machen können. Koffer wurden gepackt, Zimmer und Zelte aufgeräumt, gefegt, gewischt, Müll gesammelt und sortiert, Tische und Bänke durch die Gegend getragen, alles in seinen Ursprungszustand zurückgesetzt. Eine schweißtreibende Arbeit. Und trotzdem nicht ganz so schlimm, weil aus der großen Box Musik über den Zeltplatz tönt und noch immer die Sonne scheint.

Am letzten Abend in Hohenfelde findet traditionellerweise der Bunte Abend statt. Eine Live-Show, bei der alle Teilnehmenden und Leitenden die Möglichkeit haben, bei kleinen Aufführungen ihr Talent und Können zu zeiten. Moderiert von zwei Konfis selbst, sind wir alle Zeugen von musikalischen Aufführungen, kurzen Videos, Präsentationen, Sketchen und Theaterstücken geworden. So hatte auch das Pflichtprojekt Theater hier seinen großen Auftritt und konnte das Stück Mord in Hohenfelde aufführen. Danach wurde es noch einmal richtig emotional. Mit der obligatorischen Diashow haben wir auf die vergangenen zwei Wochen zurückgeblickt. Wahnsinn, was wir alles erlebt haben!

Auch dieser Abend endete wie so oft am Strand. Wir haben auf die Freizeit zurückgeblickt. Jede Tagesleitung hat dabei ihren Tag in einem Satz zusammengefasst und so konnten wir die verschiedenen Tage im Schnelldurchgang rekapitulieren.

So endet unsere Freizeit mit diesen Worten: Ich werde mich auch in den nächsten Wochen, Monaten und wahrscheinlich Jahren an unsere Sommerfreizeit in Hohenfelde erinnern. Frühsport, gemeinsames Essen, Baden, Fußballturnier, Wir dürfen Singen, Plenum, Sporttage, Pflichtprojekte. Der Sonnenuntergang über der Ostsee, flirrende Hitze über dem Zeltplatz, Rasen, der schon lange gelb geworden ist, Wasser und Sonnencreme ohne Ende. Eine Gruppe von 80 Jugendlichen, die am Anfang Fremde waren und jetzt eine Crew sind. Das ist unser Sommer in Hohenfelde. Und nach der Heimreise werden wir wahrscheinlich in ein kleines Loch fallen, das so typisch für die Tage nach Hohenfelde ist.

Die untergehende Sonne im Hintergrund hat dann ihr übriges zur kitschigen und emotionalen Stimmung beigetragen. Viele Umarmungen, zahlreiche Tränen und Gruppenfotos, auch das ist der letzte Abend in Hohenfelde.

Abreise

In die Top 5 der stressigen Momente in Hohenfelde gehört auf jeden Fall die Abreise. Es heißt, knapp 100 Menschen, ihr Gepäck und das gesamte Material wieder in zwei Reisebusse zu verfrachten. Dazu muss das Gelände in einem vorzeigbaren Zustand sein, Zimmer noch einmal kontrolliert, der letzte Müll weggebracht und die Böden gefegt. Niemand soll etwas vergessen (Spoiler: das hat auch in diesem Jahr nicht geklappt…) und dazu der Bus pünktlich abfahren. Erleichtertes Aufatmen auf allen Seiten also, als die Türen sich schließen und die Busse vom Hof rollen. Es geht zurück nach Bremen. Zwei Wochen Hohenfelde sind vorbei.

Es bleibt noch, uns als Jugendleitenden und Leitungsteam zu sagen, was für eine schöne Zeit wir hatten. Ihr Konfis wart ein toller Konfi-Jahrgang und habt diese zwei Wochen zu ganz besonderen gemacht. Wir werden immer mit einem Lächeln im Gesicht an diese Freizeit zurückdenken und freuen uns, euch in Bremen wiederzusehen!

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