Stürmische See

11. Juli 2026

Auch wenn die Sonne heute am blauen Himmel über unserem Freizeitheim in Hohenfelde leuchtet, beschäftigen wir uns heute damit, was Halt bei stürmischer See geben kann. Damit ist natürlich nicht unbedingt der Sturm als schwere See gemeint mit Wind und Wellen gemeint, sondern Situationen und Zeiten im Leben, in denen eben nicht immer alles einfach ist.

Aber zum Start des Tages gibt es eine schöne Aufgabe. Alle Teilnehmenden und Jugendleitenden der Freizeit bekommen einen geheimen Freund oder eine geheime Freundin zugeteilt und haben die Aufgabe, diesen über den Tag eine kleine Freude zu bereiten. Dies kann eine Süßigkeit aus der Kantine, ein Kompliment oder Unterstützung bei etwas sein. Auf jeden Fall aber eine nette kleine Geste, die Freude bereitet.

Der Vormittag war dann ganz einem Kreativprojekt zur Frage „Wie wäre die Welt, wenn Gott alle Gebete erhören würde?“ gewidmet. In verschiedenen Formaten, wie Tagesschaubeitrag, Podcast, Schauspiel oder Sketch haben die Jugendlichen überlegt, wie es denn wäre, wenn wirklich alles wahr werden würde, was Menschen beten. Im Anschluss haben die Jugendlichen mit Hilfe von Symbolkarten überlegt, was Beten eigentlich für sie selbst bedeutet.

In der Mittagspause war dann wieder Zeit für das Fußballturnier und Baden. Perfekt bei den sonnigen 25 Grad. So fühlen sich Sommerferien an!

Auch am Nachmittag legte sich eine warme, wohlige Stimmung über unser Freizeitheim. An verschiedenen Stationen konnten sich die Konfis überlegen, auf welche Arten sie Halt oder Zugang zu Gebeten finden können. An einer Station haben die Jugendlichen darüber nachgedacht, für was im Leben sie denn wirklich dankbar sind, dies auf Zettelchen geschrieben und diese dann an einen kleinen Baum gehängt. So ist unser Wünschebaum entstanden, um den sich für den Rest des Tages immer Menschen eingefunden haben, die ganz berührt von der Dankbarkeit anderer erfahren haben. Familie, Freunde, Gesundheit, Bildung, die Freizeit in Hohenfelde, die eigenen Großeltern, ein Leben in Sicherheit. Alles Punkte, die Dankbarkeit hervorrufen.

Im Raum der Stille konnte ein Moment innegehalten werden, an einer anderen Station wurden Gebetsarmbänder gestaltet. Und auch das Vater Unser war Teil dieser Stationsarbeit. Mit grünen, gelben und roten Klebepunkten haben die Konfis markiert, welche Verse des Vater Unsers ihnen Kraft geben, welche neutral für sie sind und welche sie nicht verstehen. Eine besondere Art, über das Gebet nachzudenken.

Unter dem Motto Bühne frei! haben wir uns am Abend gemeinsam im Großen Tagesraum die Ergebnisse der Gruppenarbeit vom Vormittag angeschaut. Unter den Konfis dabei ein einstimmiges Fazit. Wenn wirklich alle Gebete in Erfüllung gehen würden, dann würde die Welt wohl in ein ziemliches Chaos versinken. Die vielfältigen und witzigen Videos und Beiträge haben dabei nicht nur Lacher und Applaus, sondern auch eine richtige Kino-Stimmung hervorgerufen.

Der Abend ist dann ganz so, wie ein Sommerabend in Hohenfelde sein soll. Die Sonne geht langsam über der Ostsee unter, der Himmel färbt sich zart Rosa. Auf dem Zeltplatz wird eine große Runde Volleyball gespielt, aus dem Spielhaus tönen Jubelrufe und die Geräusche von Tischkicker und Tischtennis. Im Hintergrund die Töne einer Gitarre. Dann steht der gemeinsame Abschluss an, wir versammeln uns zusammen am Strand. Dort wird der Tag zusammengefasst. Dass wir danach zusammen die beschrifteten Steine der Klagemauer in die Ostsee schmeißen, stellt den Höhepunkt des Abschlusses dar. Auch danach bleiben viele Zimmer- und Zeltgruppen noch für ihre Besprechung am Strand sitzen. Dann senkt sich die Nacht über unser Freizeitheim in Hohenfelde und auch wenn am Horizont noch lange ein heller Schleier zu sehen ist, erscheinen bald die ersten Sterne am Himmel. Der Blog wünscht eine gute Nacht.

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