Heute war der Tag des Schams. Nach dem Frühsport und einer guten Mahlzeit ging es richtig los. Als erstes haben wir die Paradiesgeschichte gehört. Weil der Mensch vom Baum der Erkenntnis aß, war er nicht mehr eins mit der Natur und seiner Umgebung. Er erkannte sich selbst und sein Anderssein. So entstand das Gefühl der Scham.
Danach mussten wir einen eigenen Sketch über Schamgefühle drehen, wie z.B. Periodenflecke auf der Hose, den Namen des Bundeskanzlers nicht kennen, sich vor Lachen in die Hose machen, auf einer Beerdigung lachen usw. Wir haben außerdem unsere eigenen Schammauer beschriftet, also aufgeschrieben, wofür wir uns schämen und nützliche und hinderliche Scham unterschieden.
Später am Tag war das Finale unseres Fußballturniers. Das Team Backfisch hat in der Nachspielzeit mit 3:1 gegen das Team LaLaLeiter gewonnen. Nach einem ereignisreichen Tag war es schon wieder Zeit für den Abendabschluss am Strand. Wir haben Steine mit einer eigenen Scham beschrieben, die wir gerne überwinden wollen und anschließend ins Meer geworfen. Nach einer extra Portion Singen ging es für uns dann ins Bett.
Wir alle kennen dieses Gefühl: wütend sein. Einmal war Gott so zornig, dass er beschloss, die ganze Welt auszulöschen. Denn die Menschheit war voller Schlechtigkeit. Er überflutete die Erde mit einer Sintflut. Nur Noah mit seiner Familie und den Tieren sollte in der Arche überleben.
Wir haben heute überlegt, was uns wütend macht und wie wir damit umgehen können. Es gab verschiedene Stationen mit Boxen, Schreien, Rennen, laut Musikhören oder auch Atemübungen.
Im Abendplenum lernten wir eine letzte Methode zum Umgang mit Wut kennen: Meditation. Auf ausgelegtem Teppich und auf Socken leitete Simon eine 15-minütige Meditation mit uns allen an.
Am Morgen des Tauftages gab es ausnahmsweise keinen Frühsport und man hat uns eine halbe Stunde länger ausschlafen lassen. Danach gab es wie gewohnt das Frühstück und wir haben im Anschluss unsere Bibel gestaltet und am restlichen Vormittag die Highlights der vergangenen EM-Spiele geschaut.
Bald darauf mussten wir auch schon alles für den Taufgottesdienst und das folgende Kuchenessen vorbereiten und die Eltern der Täuflinge kamen in Hohenfelde an. Der Gottesdienst, welcher wetterbedingt nicht an der Ostsee stattfinden konnte, verlief reibungslos.
Die Konfis haben sich alle schick angezogen und den Nachmittag mit ihren Familien genossen. Bald fuhren die Gäste schon wieder zurück nach Bremen. Am Abend wurde noch gegrillt. Die geplante Polonaise mit der folgenden Party wurde zur Empörung vieler Konfis ebenfalls verschoben und wir haben stattdessen als Tagesabschluss den Film „Alles steht Kopf“ geschaut. Den Abendabschluss konnten wir glücklicherweise trockenen Fußes am Strand feiern.
Folgend noch einige fotografische Eindrücke der Taufen:
Kuchen am Wochenende, die bevorstehenden Taufen am Sonntag und die Sonne der letzten Tage, all das sind Dinge, über die wir uns heute freuen konnten. Natürlich war auch der Sieg der deutschen Nationalmannschaft an diesem Abend ein Grund zur Freude.
Freude war das heutige Thema des Tages. Es ging um die Taufe, die Symbole der Taufe, den Segen und das Gefühl der Zugehörigkeit. Am Vormittag haben wir in Wohngruppen einen eigenen Segen geschrieben und überlegt, was wir uns als Konfi-Gruppe für unsere Zeit in Hohenfelde wünschen. Nach dem Singen ging es am Nachmittag weiter mit einem Stationslauf zu den Symbolen der Taufe. So wurde ein kleines Marmeladenglas-Aquarium erstellt, in welchem die Symbole der Taufe wie das Wasser, das Kreuz, der Name oder der Fisch Platz gefunden haben.
Als Vorbereitung auf den Tauftag und die Gäste haben wir abends eine große Aktion zum Aufräumen des Freizeitheims gestartet.
Den Abend haben wir dann am Strand beendet. Die Ex-Konfis haben vorgetragen, was es für sie bedeutet, Teil der Remberti-Gemeinde und Gemeinschaft zu sein. Dann wurde ein Gebet vorgelesen, das all die Segenswünsche der Kleingruppen zusammenfasst.
Gebete und Segenswünsche der Konfis
Der Herr möge uns begleiten auf dem Weg unseres Lebens.
Der Herr segne uns mit Gesundheit. Er schenke uns Frieden und Zuversicht
Herr, wir wünschen uns Ehrlichkeit auf dieser Erde.
Begleite uns und hilf uns, anderen zu vertrauen und ihnen Liebe zu schenken.
Wandle Angst und Wut in Geborgenheit und Frieden um.
Gott, hilf uns, unsere Fehler zu verstehen und daraus zu lernen.
Der Herr lasse unsere Träume in Erfüllung gehen und unsere Liebe zu allen unendlich sein.
Möge es besinnlich zugehen und wenn es mal nicht so ist denken wir daran: „Der Herr ist immer bei uns.“
Herr, lasse uns in Hohenfelde eine unvergessliche Zeit mit viel Spaß genießen.
Wir bitten dich um weitere schöne Tage und bleibende Freundschaften.
Um eine harmonische Gemeinschaft mit viel Freude, Spaß und Vertrauen untereinander.
Sei bei den Kindern, die Heimweh haben, damit sie spüren, dass du immer an unserer Seite bist und schicke unseren Eltern einen Gruß von uns.
Herr, wir bitten sich um guten Schlaf, um unsere Kraft zu sammeln.
Gott segne alle Menschen, die an unserer Reise mitgewirkt haben. Wir danken ihnen jetzt schon für die unvergessliche und wunderschöne Zeit.
Gott, Segne Hohenfelde.
Gott, wir bitten dich um Segen für die 14 Täuflinge und ihre Familien.
Sei du immer bei ihnen und gib ihnen in schweren Zeiten Sicherheit.
Nimm die Täuflinge auf wie deine eigenen Kinder und beschütze sie.
Schenk den Täuflingen ein unbeschwertes Leben, denn sie haben es verdient.
Ein neuer Tag in Hohenfelde! Heute haben wir das Thema Verrat und Vergebung behandelt. Mit Hilfe eines Bodenbilds haben wir Treue und Freundschaft nachempfunden, so wie es Petrus es in der Bibel Jesus zugesagt hatte. In kleineren Gruppen haben wir im Kreis an einem Strang gezogen und waren miteinander verbunden. Dann ging die Geschichte weiter: Als es drauf ankommt, verlassen die Freunde Jesus. Jesus wird verhaftet und Petrus gibt vor, ihn nie gekannt zu haben. Jetzt ist die Freundschaftskerze in der Mitte verloschen, das Seil ist zum Strick um die Kerze geworden, ein schwarzes Tuch liegt über der Erinnerung. Dann liegen da schwere Steine und Dornen, weil Petrus sich so schlecht fühlt. Als dann der Hahn kräht und Petrus sich an die Worte Jesu erinnert, weint er bitterlich. Tränen-Formen liegen jetzt auf dem Tuch. Wir haben dann Papier in Form einer Träne bekommen und aufgeschrieben, wann wir uns schonmal so gefühlt haben wie Petrus. Zum Glück endet die Geschichte schön. Wir sind nochmal zusammengekommen und haben gehört, wie Jesus nach seiner Auferstehung zu Petrus kommt und ihm vergibt. Ein grüner Zweig liegt auf dem halb aufgedeckten Tuch und drei rote Herzen, denn dreimal versichert Petrus, wie lieb er Jesus hat und dass er die Kirche in seinem Namen gründen wird.
Am Nachmittag haben wir nochmal Standbilder zu dem Thema erstellt. Ganz nach dem Motto 1, 2 oder 3 haben wir dann erraten, welcher Bibeltext da vorne wohl gerade dargestellt wird.
Am Abend hatten wir noch viel Zeit zum Singen und für Freizeitprojekte. Es wurde Henna gemacht, Volleyball gespielt, Schmuck gebastelt, Armbänder geknüpft und nochmal gesungen.
Zum Abschluss des Abends hatten wir die Möglichkeit, unsere Tränenbriefe zu versiegeln und es für uns abzuschließen. So endet ein weiterer Tag.