So schnell kann es gehen, da sind die zwei Wochen Hohenfelde schon vorbei. Zeit ist hier immer eine komische Sache. Fühlt der erste Tag sich an, als hätte er mindestens 48 statt 24 Stunden, vergeht die Zeit spätestens ab der Hälfte wie im Flug. Dass der heutige Tag der letzte unserer Freizeit ist, löst bestimmt bei vielen gemischte Gefühle aus. Vorfreude auf Zuhause, Familie und Freunde, vielleicht den nächsten Sommerurlaub. Und doch ist es komisch, nach zwei Wochen wieder zu fahren, erstmal Tschüss zu allen und der Ostsee zu sagen.
Aber auch ein letzter Tag in Hohenfelde ist noch voller Programm. Am Vormittag stand ein großes Quiz über die Freizeit an. Hier wurde auf einem breiten Spektrum alles abgefragt. Von eher quatschigen Fragen, wie nach dem Namen von Freizeitleitung Arnes Zimmerpflanze oder dem tatsächlichen Alter von Freizeitleitung Lilli, ging es auch um Allgemeinbildung und die Inhalte der Freizeit. Zwischen welchen zwei Großstädten liegt Hohenfelde? Wie viele Bücher hat die evangelische Bibel? Wie heißen die vier Evangelisten? Wie viele Herzen hat ein Tintenfisch? Wie viele Menschen dürfen in Hohenfelde gleichzeitig wippen? Stimmung und Ehrgeiz sind hier garantiert!
In der Mittagspause stand das spannende Finalspiel des Fußballturnieres an. Die LaLaLeiter konnten sich erst im Elfmeterschießen durchsetzen, wurden aber später aufgrund von Bestechung und Doping qualifiziert. Spannung und Dramatik auf allen Ebenen!
Bei der Heidewitzka am Nachmittag hieß es dann, das Chaos aufzuräumen, das 100 Menschen in zwei Wochen auf einem so großen Gelände machen können. Koffer wurden gepackt, Zimmer und Zelte aufgeräumt, gefegt, gewischt, Müll gesammelt und sortiert, Tische und Bänke durch die Gegend getragen, alles in seinen Ursprungszustand zurückgesetzt. Eine schweißtreibende Arbeit. Und trotzdem nicht ganz so schlimm, weil aus der großen Box Musik über den Zeltplatz tönt und noch immer die Sonne scheint.
Am letzten Abend in Hohenfelde findet traditionellerweise der Bunte Abend statt. Eine Live-Show, bei der alle Teilnehmenden und Leitenden die Möglichkeit haben, bei kleinen Aufführungen ihr Talent und Können zu zeiten. Moderiert von zwei Konfis selbst, sind wir alle Zeugen von musikalischen Aufführungen, kurzen Videos, Präsentationen, Sketchen und Theaterstücken geworden. So hatte auch das Pflichtprojekt Theater hier seinen großen Auftritt und konnte das Stück Mord in Hohenfelde aufführen. Danach wurde es noch einmal richtig emotional. Mit der obligatorischen Diashow haben wir auf die vergangenen zwei Wochen zurückgeblickt. Wahnsinn, was wir alles erlebt haben!
Auch dieser Abend endete wie so oft am Strand. Wir haben auf die Freizeit zurückgeblickt. Jede Tagesleitung hat dabei ihren Tag in einem Satz zusammengefasst und so konnten wir die verschiedenen Tage im Schnelldurchgang rekapitulieren.
So endet unsere Freizeit mit diesen Worten: Ich werde mich auch in den nächsten Wochen, Monaten und wahrscheinlich Jahren an unsere Sommerfreizeit in Hohenfelde erinnern. Frühsport, gemeinsames Essen, Baden, Fußballturnier, Wir dürfen Singen, Plenum, Sporttage, Pflichtprojekte. Der Sonnenuntergang über der Ostsee, flirrende Hitze über dem Zeltplatz, Rasen, der schon lange gelb geworden ist, Wasser und Sonnencreme ohne Ende. Eine Gruppe von 80 Jugendlichen, die am Anfang Fremde waren und jetzt eine Crew sind. Das ist unser Sommer in Hohenfelde. Und nach der Heimreise werden wir wahrscheinlich in ein kleines Loch fallen, das so typisch für die Tage nach Hohenfelde ist.
Die untergehende Sonne im Hintergrund hat dann ihr übriges zur kitschigen und emotionalen Stimmung beigetragen. Viele Umarmungen, zahlreiche Tränen und Gruppenfotos, auch das ist der letzte Abend in Hohenfelde.
Abreise
In die Top 5 der stressigen Momente in Hohenfelde gehört auf jeden Fall die Abreise. Es heißt, knapp 100 Menschen, ihr Gepäck und das gesamte Material wieder in zwei Reisebusse zu verfrachten. Dazu muss das Gelände in einem vorzeigbaren Zustand sein, Zimmer noch einmal kontrolliert, der letzte Müll weggebracht und die Böden gefegt. Niemand soll etwas vergessen (Spoiler: das hat auch in diesem Jahr nicht geklappt…) und dazu der Bus pünktlich abfahren. Erleichtertes Aufatmen auf allen Seiten also, als die Türen sich schließen und die Busse vom Hof rollen. Es geht zurück nach Bremen. Zwei Wochen Hohenfelde sind vorbei.
Es bleibt noch, uns als Jugendleitenden und Leitungsteam zu sagen, was für eine schöne Zeit wir hatten. Ihr Konfis wart ein toller Konfi-Jahrgang und habt diese zwei Wochen zu ganz besonderen gemacht. Wir werden immer mit einem Lächeln im Gesicht an diese Freizeit zurückdenken und freuen uns, euch in Bremen wiederzusehen!
Auch unser vorletzter Tag in Hohenfelde dreht sich noch einmal um die Musik. Bei einer Musikolympiade sind die Konfis am Vormittag in Teams an verschiedenen Stationen gegeneinander angetreten. Auf dem Parkplatz wurden Lieder gegurgelt, im Großen Tagesraum Hitster gespielt, im Kleinen Tagesraum Lücken in Liedtexten gefüllt, am Strand ein Geräusche-Lauf gegangen, im Spielehaus Intros erraten und auf dem Fußballplatz Reise nach Hohenfelde gespielt. Danach war noch einmal Zeit für ein Volleyballspiel und Freizeitprojekte.
Am Nachmittag dann der musikalische Höhepunkt, ein weiteres Wir dürfen Singen. Auch wenn dieser Tag den Titel Sirenengesang trägt, gleichen die Töne, die aus dem Großen Tagesraum dringen eher einem Engelsgesang. Und auch das ist Hohenfelde für viele von uns. Klaviermusik und Gesang, die aus dem Großen Tagesraum über das Gelände klingen.
Nach dem Abendessen wurde es noch einmal laut auf dem Fußballplatz. Ein weiteres Spiel des Fußballturniers stand an, auch unter Beteiligung der Jugendleitenden. Das Team der LaLaLeiter konnte sich mit einem souveränen Sieg durchsetzen. Bei dem spannenden Spiel war aber ein Großteil der Leitenden und Teilnehmenden anwesend, was zusammen mit dem goldenen Licht der untergehenden Sonne für eine besonders schöne Atmosphäre gesorgt hat.
Zum Abend wurde es dann noch einmal richtig laut. Im Großen Tagesraum haben wir mit allen zusammen Karaoke gesungen. Von Werder-Liedern über Abba und Mark Forster war hier alles dabei.
Beim Abendabschluss wird zum ersten Mal wirklich klar, dass unsere Zeit sich hier langsam den Ende entgegen neigt. Zusammen sitzen wir nach dem Sonnenuntergang beim Gemeinsamen Abschluss ab Strand, in Gedanken bei den schönen Momenten und Erlebnissen dieser Freizeit, unseren Marmeladenglasmomenten. Auch nach dem Abschluss scheint es, als würden die meisten den Strand noch nicht verlassen wollen. So finden die meisten Zimmer- und Zeltbesprechungen auch am Strand statt, in kleinen Grüppchen sitzen die Konfis und ihre Jugendleitenden am Strand verteilt. Wir freuen uns auf den letzten vollen Tag in Hohenfelde, der noch ein oder zwei kleine Highlights als Abschluss bereithalten wird.
Nach dem vollen Tauftag gestern stand heute ein etwas entspannterer Tag an. Da unsere Kantorin Lea Vosgerau gestern zur Taufe angereist war und die letzten Tage noch mit uns in Hohenfelde bleibt, stand der Tag vollkommen im Zeichen der Musik.
So wurde am Vormittag neben einem ereignis- und torreichen Fußballspiel (Stand 9:1!) auch über eine Stunde gesungen. Es gab einige Übungen, verschiedene Lieder, Body Percussion und die Möglichkeit für die Konfis, sich Lieder zu wünschen.
Auch heute standen in der Mittagspause ein Fußballspiel und das obligatorische Baden an. So langsam schleicht sich das Gefühl ein, dass alle wirklich in Hohenfelde angekommen sind, den Alltag hier kennen und die Atmosphäre noch entspannter wird.
Der Nachmittag war dann noch einmal mit Pflicht- und Freizeitprojekten gefüllt. Während die Ex-Konfis weiter an ihrem Filmprojekt gedreht haben, hat das Projekt Ökobasteln die Saatbomben auf dem Gelände eingepflanzt (diese sollten ursprünglich mit nach Bremen kommen, haben sich aber im Materialzimmer so wohlgefühlt, dass die Keimung bereits eingesetzt hatte…) und das Pfadfinder-Projekt einen Shelter gebaut.
Ein bunter Nachmittag also, nach dem am Abend eine weitere große Runde Wir dürfen Singen anstand. Auch hier konnten sich wieder zahlreiche Lieder gewünscht werden. Darüber hinaus wurden diese Lieder aber auch richtig geübt. Verschiedene Stimmen, Kanon und Kombinationen von Liedern. Die doch recht unmusikalischen Ohren des Blogs waren beeindruckt von den Tönen, die vom Großen Tagesraum durch die geöffneten Türen und Fenster über das Gelände drangen.
Beendet haben wir den Tag wie so oft am Strand beim Sonnenuntergang, natürlich mit einem Lied. Heute ein dreistimmiger Kanon von Herr bleibe bei uns gemischt mit einer Stimme Der Mond ist aufgegangen. Was ein Abschluss des Tages.
Und schon war er da, der Tag der Taufe. Ein Sonntag mit Sonnenschein, blaue Himmel und 24 Grad. Besser könnte es nicht sein. Tauftag bedeutet in Hohenfelde aber auch, dass alles ein bisschen anders ist, als sonst. Angefangen beim Frühsport, denn heute gab es keine freie Auswahl, sondern für alle zusammen den Jerusalema-Tanz auf dem Zeltplatz. Eine Art Line-Dance für die ganze Gruppe.
Am Vormittag gab es ein großes Volleyballturnier, begleitet von den Freizeitprojekten Henna und Hohenfelde Armbänder knüpfen. Beim Wir dürfen Singen wurden noch ein letztes Mal die Lieder für die Taufe geübt.
Nach dem Mittagessen ging es dann richtig los mit der Taufvorbereitung. Tische wurden auf den Zeltplatz getragen, alle Stühle des Freizeitheims zusammengesucht, drei lange Tafeln gestellt, mit Tischdecken und Geschirr gedeckt. Gleichzeitig wurden am Strand Altar, Piano, Geschenketisch, Musikbox und Mikrofon aufgebaut. Picknickdecken ausgelegt, Bänke aufgestellt. Wie auf ein geheimes Zeichen waren Sportklamotten, Jogginghosen und Adiletten gegen schicke Leinenhemden und Hosen, Röcke und Kleider getauscht. So kann sich unsere Crew aus dem Freizeitheim Hohenfelde auf jeden Fall zur Taufe sehen lassen!
Der Taufgottesdienst selbst fand direkt am Strand an der Ostsee statt. Die Täuflinge wurden von Paster Eike Blüthner im Wasser getauft, ein schöner Gottesdienst mit ganz vielen gesungenen Liedern und einem Leitendenchor als Überraschung für die Täuflinge. Danach durfte zur Feier des Tages natürlich ein großes Kuchenessen auf dem Zeltplatz nicht fehlen. Alle Konfis, Jugendleitenden, Täuflinge und ihre Gäste haben an den drei großen Tafeln platzgenommen und bei bestem Wetter ihren Kuchen genossen.
Die langen Tafeln standen dann auch direkt bis zum Abendessen bereit, denn wir wollten auch dieses draußen auf dem Zeltplatz unter freiem Himmel einnehmen. So hat dieser wirklich schöne Tag einen runden Abschluss bekommen, gemeinsames Essen an der frischen Luft, eine Fete auf dem Volleyballfeld und ein gemeinsamer Abschluss am Strand. Das alles fühlt sich nach einem besonderen Sommertag an, an dem besonders unsere fünf Täuflinge im Mittelpunkt stehen. Wir freuen uns mit ihnen!
Auch am Samstagmorgen werden wir von Sonnenschein begrüßt. Es scheint, als hätten wir die regnerischen Tage endgültig hinter uns gelassen.
Der heutige Tag hat das Ziel, das Leben von Jesus anhand der großen Meilensteine zu ergründen. Dafür haben wir uns am Vormittag in die 15 Zimmer- und Zeltgruppen eingeteilt. Jede dieser Gruppen hat dann eine wichtige Geschichte aus dem Leben Jesu bekommen, diese erarbeitet und in einem kleinen Schauspielstück umgesetzt. Schon bald tönten erste Soundeffekte und Rufe über das Gelände, Requisiten wurden gesucht, Tücher als Gewänder verwendet und so einfallsreiche Stücke entwickelt.
Vor dem Mittagessen stand dann auch noch eine große Runde Wir dürfen Singen an. Neben den altbekannten Liedern haben wir vor allem die Lieder für die Taufe am morgigen Tag geübt.
In der Mittagspause konnte wieder gebadet werden. Dazu gab es ein Highlight: das Pfadfinder Pflichtprojekt hatte einen Besuch im Naturerlebniszentrum Stradkrabbe geplant. Vor der großen Fischfütterung haben die Konfis daher am Strand bei der Futtersuche unterstützt. Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Naturerlebniszentrums hat dabei etwas über Seesterne, Nord- und Ostseegarnelen und Seenadeln erzählt.
Der Nachmittag war dann der Vorführung des Jesusgartens gewidmet. Von Geburt über Taufe, Bergpredigt, Heilung des Gelähmten, dem barmherzigen Samariter, Verrat, Verurteilung, Kreuzigung und Auferstehung sind wir wichtige Stationen im Leben Jesu abgelaufen. Die einzelnen Gruppen haben sich dabei wirklich schöne und witzige Theaterstücke überlegt. Teils ernst und nah am Text, teils in Jugendsprache übersetzt und humorvoll interpretiert. Am Abend meinte einer der Konfis tatsächlich: „ich hab ja gerade die ganze Bibel gelesen!“. Gut, die ganze Bibel vielleicht nicht, aber ein paar der wichtigen Geschichten kennengelernt bestimmt.
Dank des guten Wetters konnte am Abend noch ein spontanes Schwimmen veranstaltet werden. Im warmen Licht der untergehenden Sonne hatten alle noch einmal die Möglichkeit ins kühle Nass zu springen.
Am Abend haben noch einmal die Pflichtprojekte stattgefunden, besonders der Endspurt im Taufprojekt war wichtig. Beendet haben wir den Tag mit Marshmallows am Lagerfeuer.