Das Abendmahl – Ostern 2022

Das Abendmahl – Ostern 2022

Heute Stand auf dem Tagesplan das Thema Abendmahl. Juna und Caro hatten ein tolles neues Konzept entwickelt, basierend auf einer interaktiven Gruppenarbeit. Wir bekamen jede*r eine Bibelgeschichte mit Jesus und sollten uns vorstellen, dass wir selbst die Hauptperson gewesen seien. Vom Hirten, der bei Jesu Geburt dabei war, über Zachäus dem Steuereintreiber bis hin zu Maria von Magdala. Für uns alle war das ein ganz neuer Zugang zum neuen Testament.

Mittags gab es köstliche Macaroni mit (vegetarischer) Bolognese. In der Mittagspause war durchwachsenes Wetter: Hagel und Sonne. Also konnte wenigstens teilweise Energie auf dem Zelt und Fußballplatz gelassen werden. Die Freizeit trägt schon erste Folgen in punkto Müdigkeit, weshalb viele die Möglichkeit der Mittagspause nutzten, um zu schlafen.

Der Nachmittag begann mit der Anwendung der Ergebnisse vom Vormittag. Als Rolle vom Vormittag verkleidet inszenierten wir ein fiktives Abendmahl, wo alle ihre Erinnerungen an den vor Kurzem verstorbenen Jesus austauschen. Danach fanden wieder die Pflichtprojekte statt. Die Kollektenschalen sind schon sehr schön dekoriert und das Konfilied nimmt langsam Form an.

Abends folgte ein spirituelles Highlight der Freizeit: Das Abendmahl in Giekau. Wir fuhren im Ruserbus ca. zehn Minuten durch die benachbarten Dörfer, zu der wunderschönen Dorfkirche in Giekau, sehr schön am Selenter See gelegen. Im Jahr 1204 erbaut mit einem eindrucksvollen Altar aus Mittelalter, erzeugt der Ort an sich schon eine besondere Atmosphäre. Schöne Anspiele der Pflichtprojektgruppe „Freizeitfestivitäten“ unterstütze die feierliche Stimmung des Gottesdienstes. Wir feierten das Abendmahl. Die Stimmung wurde aus Kirche in Bus mitgenommen und in andächtiger Stille bis in den Großen Tagesraum transportiert. Dort saßen wir um das Feuer, genossen die andächtige Stille – nur unterbrochen von Taizéliedern. Es war ein ganz toller Abend, der allen bestimmt lange in präsenter Erinnerung bleiben wird.

Ökumene – Ostern 2022

Ökumene – Ostern 2022

Heute Morgen trat der Worsed-Case ein – jedenfalls wettertechnisch. Regen. Und Wind. Aber so schnell lassen wir uns die gute Laune nicht verderben. Wenn wir die Möglichkeiten unseres Geländes nicht nutzen können, dann gibt uns das die Chance, die Beschäftigungsangebote der Innenräume mal auszuprobieren.

Der Vormittag startete mit dem Plenum von Lisa. Im ersten Teil des Tags der Ökumene ging es um der Baum der christlichen Konfessionen. Diesem vielseitigen Thema wollten wir ausführlichen Platz bieten. Es folgten zum ersten Mal Klausuraufgaben bei denen wir uns Darstellungsmöglichkeiten der verschiedenen Abzweigungen des Christentums überlegten. Die Wandbreite reichte von Bäumen, über Stadtplänen bis hin zum Bahnnetz. Zur Auflockerung der inhaltlichen Arbeit folgte ein munteres „Wir dürfen singen“, bei dem wir unter anderem zum ersten Mal das gregorianische Vater unser einübten. Dies soll morgen Teil unseres Abendmahlsgottesdienst in Giekau sein.

Zum Mittagessen gab es Gemüsepaella. Ein sehr vielseitiges Geschmackserlebnis, rein vegetarisch. Generell gestaltet sich die Ernährung auf der Freizeit diese Woche hauptsächlich vegetarisch, denn Fleisch sollte ein kulinarisches Highlight darstellen und nicht zum Allerweltsessen verkommen.

Nachmittags folgte ein weiteres inhaltliches Plenum mit Moritz: Was bedeutet Ökumene und was glaubt Remberti eigentlich? Anschließend fuhren wir mit den Pflichtprojekte fort. In einige wurde so gut gearbeitet, dass jetzt schon ein Großteil der Freizeitaufgaben erledigt wurden. Das Projekt „save Hohenfelde – das Klimaprojekt“ erlebte heute ein besonderes Highlight, denn trotz des ungemütlichen Wetters wagten sie sich auf eine kleine Exkursion zum benachbarten Aussichtsturm am Naturschutzgebiet.

Abends fand etwas Gemütliches statt, ein Programmpunkt zum Entspannen. Wir schauten den Film „Storm und der Brief“, welcher das Einzelschicksal eines Jungen widerspiegelte, der zur Zeit der Reformation den Gedanken der Freiheit entgegen der herrschenden Kirche verbreiten wollte.

So schön der Tag heute in den Häusern auch war, wir hoffen sehr, dass das Wetter ab morgen wieder Aktivitäten an der frischen Luft erlaubt.

Liebe Grüße in die Heimat – und drückt uns wieder die Daumen für gutes Wetter (das hat beim letzten Mal schon so gut geklappt)!

Sonntag – Ostern 2022

Sonntag – Ostern 2022

Um 8:00 ertönte ein Viva la Vida aus der Bluetoothbox und eine schon vor Energie strotzende Jule holte uns aus unseren Träumen. Das erste leichte Augenöffnen erklärte Jules gute Laune: Das Daumendrücken von euch hat Früchte getragen – die Sonne strahlt vom Himmel! Außerdem ist heute ein ganz besonderer Tag, denn unser Gabriel hat Geburtstag.

Das Wetter wurde direkt genutzt, um nach dem Frühstück unser Gruppenfoto in der Südkuhle zu machen. Am Vormittag feierten wir einen Gottesdienst im Gedenken an den russischen Angriffskrieg, in Anteilnahme der geschädigten dieses Verbrechens und aller Menschen, die nicht in Frieden leben können. Theologisch eingebettet wurde dies in den Seligpreisungen der Bergpredigt von Jesus.

In der Mittagspause gab es die Möglichkeit, das Spiel unseres Herzensclubs im Kleinen Tagesraum zu verfolgen. Leider hatte sich die Sonne mittlerweile verabschiedet, was uns aber nicht davon abhielt am Nachmittag eine Lagerolympiade durchzuführen. In zufällig zusammengestellten Teams wurden unterschiedliche Challenges geboten, bei denen sowohl Können als auch Geschick gebraucht wurden. Unter anderem gab es Quizfragen zu Hohenfelde, Liedergurgeln oder Kartoffellauf. Das Team mit den meisten Punkten war die Gruppe 3, aber die wirklichen Gewinner waren tatsächlich alle Teilnehmenden, denn wir alle hatten viel Spaß mit den Aufgaben und haben direkt neue Kontakte schließen können.

Abends trafen sich wieder die Pflichtprojekte, bei denen tatsächlich mittlerweile „work in progress“ herrscht. Einige Gruppen sprengten sogar auf Wunsch der Konfis den maximalen Zeitrahmen der einen Stunde.

Auch wenn der Blick auf den morgigen Wetterbericht uns ein wenig die Stirn in Falten legen lässt, freuen wir uns schon sehr auf das morgige Thema: Die Ökomene. Wer dies übrigens jetzt ließt: Die Fotos werden noch überarbeitet 🙂

Anreisetag, Osterfreizeit 2022

Anreisetag, Osterfreizeit 2022

Sonne. Leichter Wind. Der Zeltplatz wird regiert von Tauben, Staren und Amseln und die Osterglocken wiegen sich hin und her durch den Stoß der Böen.

Ein Knirschen im Hintergrund unterbricht die Frühlingsidylle – der Ruserbus fährt auf das Gelände in Hohenfelde ein. In wenigen Minuten hat sich die Stimmung gewandelt. Es herrscht reges Treiben in allen Ecken und vor allen Häusern. Pünktlich um 15:15 haben wir alle unser zuhause für die nächste Woche erreicht. Am heutigen Anreisetag steht vor allem Zimmeraufteilung und Freizeit auf dem Plan. Quasi die letzten Sonnenstrahlen genießen, die Wetterprognosen der nächsten Tage sehen ja leider alles andere als rosig aus.

Die Jungs schlafen im Haupthaus, die Mädchen im Osthaus. Außerdem galt es, die Pflichtprojekte zu wählen, die wir in der kommenden Woche täglich bearbeiten werden. Zur Auswahl standen: Konfilied, Postkarten für den kommenden Jahrgang, Planung der Freizeitfestivitäten, Save Hohenfelde – das Klimaprojekt, Kollektenschalen basteln und die Redaktion des Quallenfischers. Die Gruppen trafen sich zum ersten Kennenlernen und inhaltlichen Arbeiten schon nach dem Abendbrot.

Wir freuen uns sehr auf die kommenden Tage und an alle Leser:innen, bitte drückt die Daumen, dass wir gutes Wetter haben!

Rückblick der Ex-Konfi Herbstfreizeit 2021

Rückblick der Ex-Konfi Herbstfreizeit 2021

Der Beginn der Reise war ein frischer Samstagmorgen. Ich hatte meinen Koffer bereits gepackt und wartete darauf, dass mich meine Eltern zum Bus fahren würden. Ich hatte Glück, dass zwei meiner Klassenkameraden im gleichen Konfus wie ich waren und wir so gemeinsam wegfuhren und ich bereits auf dem Parkplatz auf ein paar vertraute Gesichter zählen konnte. Wir als Konfusjahrgang, hatten uns schließlich lange Zeit nicht mehr vor Ort gesehen und so würden mir einige der anderen sicherlich unbekannt sein.

Die Busfahrt war sehr entspannt, auch wenn wir hier und dort im Stau standen. Nach guten vier Stunden Fahrt kamen wir gegen 18:15 in Hohenfelde an. Der Ort liegt direkt am Meer und während der Freizeit konnte ich die Ostsee durch mein Zimmerfenster sehen.

Gruppenfoto der Herbstfreizeit 2021

Beim ersten Abendessen kam ich leider zu spät. Ich hatte das Glockenläuten nicht gehört. Das war mir ziemlich, besonders, weil mich alle anschauten. Während des Essens merkte ich dann aber was für eine Community wir sind.  Wir halfen uns gegenseitig beim Ein- und Abdecken, aßen miteinander und warteten bis alle mit dem Essen fertig waren. Zum Abschluss des Tes sangen wir noch miteinander und beendeten den Abend klangvoll. Die erste Nacht schlaf ich einigermaßen ok; wir hatten die Heizung zu spät angemacht und so war es ziemlich kalt im Zimmer.

Steckbriefe der Zimmergruppen und Leitenden

Der Sonntag startete laut! Zwei Jugendleiter kamen mit einer Musikbox in jedes Zimmer und drehten laute Musik auf, um uns so zu wecken. Ich dachte ,,Sympathisch!“ Halb verschlafen zog ich mich an und traf mich zum freiwilligen Frühsport mit anderen vor dem Großen Tagesraum. Alle Interessierten konnten zwischen Spazierengehen mit Jule und ihrer Hündin Leia und Joggen mit Uli wählen, ich entschied mich für die langsame Morgenrunde. Wir spazierten den Strand entlang und sahen, wie die Sonne langsam aufging. Anschließend ging es zum Frühstück. Den restlichen Tag verbrachte ich damit, keinen Programmpunkt zu verpassen und nicht zu spät zu kommen. 😉 In der Mittagspause spielten wir in einer größeren Gruppe Fußball, was mir viel Spaß machte! Am Abend feierten wir einen gemeinsamen Jugendgottesdienst, den wir im Laufe des Tages selbst vorbereitet hatten. Somit ging der erste richtige Tag zu Ende.

Der nächste Morgen (Montag) sollte wieder mit lauter Musik beginnen. Ich war so müde, dass ich mich entschied, nicht zum Frühsport zu gehen. Das zahlte sich im Laufe des Tages aus, da am Nachmittag die ersten Spiele des Fußballturniers stattfanden. Ich war in einem gutem Team. Wir spielten gegen ein Team, welches weitaus stärker wirkte als unseres. Gegen alle Erwartungen schossen wir das erste Tor, auch, wenn es so nicht geplant war. Auch, wenn wir eigentlich den vollen Fokus auf die Abwehr gelegt und unser Tor lange Zeit sauber gehalten hatten, fingen wir uns gegen Ende des Spiel doch noch ein Gegentor. Ich konnte mich mit dem Unentschieden aber sehr zufriedengeben. Das Tagesthema des Dienstags war Gerechtigkeit vs. Gleichheit. Dazu gab es eine Präsentation und Spiele. Die Nachtwanderung am Abend endete mit Stockbrot und Musik am Lagerfeuer.

Nachtwanderung

Der dritte Tag (Dienstag) begann ebenso wie die Tage zuvor: Ich wurde um 8 Uhr geweckt, ging um 8:15 Uhr mit einigen anderen spazieren und frühstückte anschließend um 9 Uhr gemeinsam mit allen. Auf dem heutigen Tagesplan (Mittwoch) war für den Nachmittag der Besuch bei einer Straußenfarm eingeplant. Auf dem Weg dorthin unterhielt ich mich mit verschiedenen Leuten. Strauße sind, wie ich finde, keine schönen Tiere. Dennoch finde ich sie besonders, denn ihre Eleganz/ ihr Auftreten ist beeindruckend. Auf dem Rückweg zum Freizeitheim ging ich mit ein paar Kumpels am Wasser entlang. Wir suchten uns jeder einen flachen Stein, um ihn übers Wasser zu flitschen. Die Ostsee war sehr ruhig und das leise Wellenrauschen entspannte mich.

Das Wecken am Mittwoch war besonders laut und ich werde     diese Art des Weckens im Nachhinein vielleicht ein wenig vermissen. Ich machte dieses Mal einen Strandspaziergang, joggen war noch nie meins. Im Anschluss an das Frühstück fand wieder ein Plenum zum Tagesthema Nachhaltigkeit im Großen Tagesraum statt.  Anschließend gab es einen Workshop, viele kleine Spiele und ein gemeinsames Upcycling-Projekt: Insektenhotels aus alten Konservendosen.

Hohenfelde Armbänder flechten

Der vorletzte volle Tag (Donnerstag) begann wie jeder andere: Wecken, Spaziergang, Frühstück. Das Thema des Tages war Gender und Gleichberechtigung. Dafür wurde im Anschluss an eine Präsentation ein Workshop mit drei verschiedenen Stationen aufgebaut, an denen ich viel dazu lernen konnte. Für Donnerstag war eigentlich die Polonaise (gemeinsame Choreographie) geplant. Aufgrund des schlechten Wetters wurde sie aber auf den letzten Abend verschoben. Stattdessen gab es eine große Party am Abend.

Stockbrotbacken am Lagerfeuer

Der Freitag brach an und stand ganz im Zeichen der letzten Vorbereitungen für den Abschluss. Für den Bunten Abend musste die Bühne gebaut werden, die Acts mussten geprobt werden und das Ferienlager aufgeräumt und sauber gemacht werden. Und dann war da noch die Polonaise: Wir trafen uns um 20 Uhr mit unseren Tanzpartner*innen vor dem Haupthaus, um die Choreographie zu lernen. Beim anschließenden Bunten Abend wurden Theaterstücke, Gesangseinlagen, eine Modenschau, Witze, Musikstücke und vieles mehr vorgetragen. Der Abschluss des Hohenfeldefahrt ist war wie im Bilderbuch: Ich genoss den Abend und hatte Spaß.

WE <3 HF!

Und nun sitze ich im Bus und denke über diese Reise nach, wie besonders sie war!

Ein Bericht von Mio!