Heimathafen

Heimathafen

„Aufsteh´n ist schön, Aufsteh`n ist schön“ tönt es am Sonntag um 8 Uhr durch das Freizeitheim in Hohenfelde. Jugendleiter Jannis hat sich für diesen Morgen ein besonders schönes Lied zum Wecken ausgesucht. Bei den Jugendlichen kommt das nur so mittel gut an. Aber auch am Sonntag gibt es in Hohenfelde Frühsport. Während sich einige Mutige in die kalte Ostsee wagen, entscheiden sich andere Teilnehmende fürs Joggen, Spazieren oder Yoga. Spätestens das Frühstück weckt dann die letzten müden Jugendlichen auf.

Der erste thematische Tag der Woche trägt den Namen „Heimathafen“ und dreht sich inhaltlich um die Frage, wann und wo sich die Jugendlichen geborgen fühlen, was also ihr eigener sicherer Hafen ist. Ein Ort, Menschen oder Aktivitäten, die ihnen Sicherheit bieten und in stürmischen Zeiten Halt geben. Im ersten Plenum am Vormittag haben wir so Standbilder zu Begriffen wie Sicherheit, Geborgenheit, Familie oder Zusammenhalt erstellt und in der Gruppe präsentiert. Es folgte das erste „Wir dürfen singen“ der Freizeit und bald tönten die Klänge von Gitarre, Klavier und knapp 30 Stimmen über den Zeltplatz, die den ein oder anderen Ton knapp verfehlten. Schön war`s natürlich trotzdem.

Nach dem Mittagessen, der Mittagspause samt großem Fußballspiel und Keksausgabe ging es inhaltlich weiter. Zusammen haben wir überlegt, wie wir als Gruppe oder Einzelne ein sicherer Hafen für andere sein können. Auch diese Ergebnisse wurden als Fotos, Videos oder kleines Schauspiel vorgetragen. Selbst gestaltete Plakate zum Thema Heimathafen haben die Jugendlichen in einem Galeriegang ausgestellt. Auf die Frage „Warum sollen wir denn jetzt leise sein?“ kommt schnell die Antwort „Ja, weil wir im Museum sind Mann!“ und klärt damit auch das Thema. Wir sind beeindruckt von den kreativen Ergebnissen!

Mit Freizeitprojekten, einem sehr leckeren Abendessen und einer gemeinsamen Runde Werwolf haben wir den Tag entspannt ausklingen lassen. Das Ende des Tages ist wie immer der Gemeinsame Abschluss. Auch hier sind wir noch einmal in einer ruhigen Stimmung zusammengekommen und haben jeder für uns überlegt, wer Teil unseres sicheren Hafens ist. Mit den zahlreichen Nennungen von Freunden und Familie können sich da ganz bestimmt viele Leserinnen und Leser des Blogs angesprochen fühlen. Was ein schöner Abschluss des Tages!

Auch für heute wünscht der Blog eine gute Nacht. Der Mond steht hell am sternenklaren Himmel, es wird Zeit fürs Bett.

Segel setzen

Segel setzen

Endlich Ferien, endlich wieder Hohenfelde. Pünktlich um 11 Uhr ging es vom Gemeindeparkplatz in Bremen los. Was folgt ist ein typischer Samstag zum Ferienstart, volle Straßen, immer wieder Stau und eine leicht verspätete Ankunft in Hohenfelde. Aber dafür werden wir von Sonnenstrahlen begrüßt, eine steife Brise weht über das Gelände und treibt die Wolken über den Himmel. Ganz normales Hohenfelde Wetter eben.

Nachdem die Zimmer bezogen und erste Ansagen gemacht wurden, startet die Freizeit mit einer Runde Capture the Flag für alle. Voller Einsatz beider Teams sorgt für ein spannendes Spiel und die ein oder anderen Grasflecken auf den hellen Jeans und Jogginghosen. So viel Einsatz muss natürlich belohnt werden, das erste Abendessen steht an.

Auch der Abend gestaltet sich ganz entspannt, zwischen Papierkugelschlacht und der Suche nach Gemeinsamkeiten lernt sich die Gruppe schon besser kennen. Zudem werden Logbücher gebastelt und gestaltet, die uns während der kommenden Woche begleiten werden. So wie auf jeder Segelreise eben.

Zum Abendabschluss sitzen wir gemeinsam auf dem Freisitz, lauschen Arnes Geschichte über den Klabautermann und stellen fest, dass wir uns eigentlich schon auf unserer Segelreise für diese Woche befinden. Dann wird es ruhig im Freizeitheim Hohenfelde und die erste Nacht bricht herein. Wir freuen uns auf eine Woche voller spannender Inhalte, viel Freizeit, hoffentlich gutem Wetter und einer tollen Gemeinschaft.

Der Blog wünscht eine gute Nacht.

Rückblick und Ausblick

Rückblick und Ausblick

Heute haben wir noch einmal die zwei Wochen Revue passieren lassen und dann auf die zweite Hälfte der Konfi-Zeit vorausgeblickt.

In einem Quiz-Duell zu den Thementagen haben die „Broken“ knapp vor den „Hackepetern“ gewonnen.

Am Nachmittag haben wir den Schwung aus Hohenfelde genutzt, um die Vorfreude auf die vorausliegende Konfi-Zeit zu schüren. Es gibt tolle Angebote der evangelischen Jugend, die wir vorgestellt haben und außerdem konnten sie sich ein diakonisches Erfahrungsfeld aussuchen, das sie im zweiten Halbjahr an einem Tag erkunden werden.

Danach hieß es „Heidewitzka“: Lager aufräumen. Da gibt es immer eine Menge zu tun. Am nächsten Morgen ist ja Abreise.

Hiermit verabschieden wir uns vom diesjährigen HF-Blog!

Ihr Hohenfelde Redaktionsteam

Abendmahl

Abendmahl

Erst war ich schockiert, als mir klar wurde, dass Jugendliche heute nichts mehr mit dem Begriff und der Feier des „Abendmahls“ anfangen können. Es zeigt, wie drastisch der Abbruch christlicher Kultur ist; im Besonderen in einem Bundesland wie Bremen, das in seinem Lehrplan quasi keinen christlichen Religionsunterricht mehr vorsieht.

Aber nach diesem Tag wissen zumindest unsere Konfirmanden, worum es hier geht. Sie haben zuerst etwas über das jüdische Passafest und die Feier des Sederabends erfahren. Am Nachmittag sind wir in unterschiedliche Figuren aus dem Leben Jesu geschlüpft und haben ein Erinnerungsmahl nachgestellt. Abends haben wir einen wunderschönen Ausflug in den Ort gemacht und dort einen Gottesdienst mit Abendmahl in der kleinen Dorfkirche gefeiert.

Der Rückweg am Strand wurde mit einem malerischen Sonnenuntergang gekrönt.

Esther Joas

Tauftag

Tauftag

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Taufe. Rund 40 Gäste hatten sich für den Nachmittag angemeldet. Aber zuvor hat jeder Konfirmand und jede Konfirmandin ein Geschenk der St. Remberti Gemeinde bekommen: eine eigene Bibel. Dafür gab es einen weißen Umschlag, den man für sich schön gestalten konnte. Wie man in diesem heiligen Buch der Christenheit liest und sich zurechtfindet, werden wir noch genauer lernen.

Nach dem Mittagessen wurde es turbulent: der Tagesraum musste für die Kuchentafel mit über hundert Personen schön eingedeckt werden, der Gottesdienstort am Lagerfeuerplatz musste vorbereitet werden: ein geschmückter Altar, die Taufkerzen, Sitzgelegenheiten für die Gottesdienstbesucher.

Wegen der stürmischen See konnten wir nicht am Strand feiern – man hätte kein Wort verstanden. Nur zur Taufe selbst sind wir alle an den Strand gegangen. Die Täuflinge wurden alle nochmal gefragt, ob sie getauft werden möchten, und dann wurden sie dreimal mit Ostseewasser auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft.

Am Abend, als alle Besucher wieder weg waren, haben wir die traditionelle “Polo” getanzt. Es ist eine Choreographie, die man mit einem Tanzpartner*in tanzt.

Danach gab es eine Party mit einer eigens erstellen Konfi-Playlist. Beim letzten Lied stehen wir Arm in Arm im Kreis und hören „Welch ein Tag“. Welch ein schöner Tag ist zu Ende gegangen!