Getauft sein und dazugehören

Getauft sein und dazugehören

Der Vormittag begann mit einem großen Schreck für uns, denn ein Konfirmand ist von der Wippe gefallen und hat sich den Arm gebrochen. Er wurde mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht. Spoiler:  Zum Glück konnte er gleich operiert werden und ist am nächsten Tag wieder zu uns ins Freizeitheim gebracht worden.

Wir haben uns heute mit der Bedeutung der Taufe beschäftigt. Die Ex-Konfis haben die biblische Geschichte von Jesu Taufe als Schauspiel dargestellt. Später haben wir Segenswünsche und Fürbitten für unsere zehn Täuflinge aufgeschrieben.

Zum Mittagessen gab es Burger, die (leider) alle vegetarisch und vegan waren. Die anderen wurden wohl nicht geliefert.

Am Nachmittag haben wir in einer Stationsarbeit wichtige Symbole der Taufe kennengelernt: das Kreuz, das Fisch-Zeichen, das Element des Wassers, die Bedeutung des Namens und der Taufkerze.

Abends haben wir eine Spiele-Rallye gemacht mit lustigen Kinderspielen wie Topfschlagen, Eierlauf und Montagsmaler.

Außerdem durften wir die erste Halbzeit der Frauen-EM Deutschland gegen Schweden auf der Leinwand schauen. Nach einer grandiosen ersten viertel Stunde war das deutsche Team den Schwedinnen ja leider deutlich unterlegen.

Von Joshi und Esther

Manchmal fürchte ich mich

Manchmal fürchte ich mich

Heute haben wir uns mit unseren Ängsten beschäftigt. Die Jünger von Jesus hatten zum Beispiel panische Angst zu ertrinken, als sie mal mit ihren Booten in einen Sturm geraten sind. Danach sind wir alle auf den Fußballplatz gegangen und da haben Jugendleiter Nummern mit 1-5 hochgehalten. Wir wurden zu unterschiedlichen Ängsten befragt und sollten uns je nach Stärke der Angst einer Nummer zuordnen. Dann haben wir darüber in der jeweiligen Gruppe gesprochen. Bei der Angst vor Rechtsradikalen waren viele Jungs bei 1 und Mädchen bei 5. Bei der Angst, ausgeschlossen zu werden, waren wir dagegen sehr gemischt.

Zwischendrin haben wir eine Runde „Wer hat Angst vor dem Zeltplatzmonster“ gespielt. Bei „Und wenn er aber kommt, dann laufen wir davon“ sind wir losgerannt und haben versucht, uns nicht vom Monster fangen zu lassen.

Am Nachmittag haben wir uns in unterschiedlichen Stationen mit Angst beschäftigt: einen Parkour mit verbundenen Augen durchlaufen, Bilder zu unseren Ängsten malen, Sorgenfresser basteln, ein bisschen Theorie über das Phänomen von Angst hören und ein Gebet schreiben, das unsere Ängste vor Gott bringt.

Fast alle wollten sich heute Henna-Tattoos machen lassen. Die werden hoffentlich noch bisschen halten, wenn wir wieder zuhause sind!

Der Abendabschluss war heute am Lagerfeuer. In einem langen Gebet wurden viele unserer Ängste zusammengefasst. Da gab es die Angst vor dem dritten Weltkrieg, überhaupt vor der Zukunft und dem Klimawandel. Aber auch viele Ängste um unsere Familien und vor dem Alleinsein. Wir hatten unsere Ängste auch aufgeschrieben und konnten sie dann entweder ins Feuer werfen oder in unseren Sorgenfresser stecken. Das Highlight war, dass es dann noch Marshmallows gab!

Und dann war da noch ein sagenhafter Sonnenuntergang…

Von Ilja, Aurelia, Isabelle und Esther

Langsam kochte Wut in mir hoch

Langsam kochte Wut in mir hoch

„Langsam kochte Wut in mir hoch…Nachdem ich eine Weile lang wie erstarrt dastand, rastete ich aus.“ Das könnte Jesus abends in sein Tagebuch geschrieben haben, nachdem er im Jerusalemer Tempel wutentbrannt die Tische der Händler umgeworfen hatte. So jedenfalls hat das eine Konfirmandin in ihrem inneren Monolog aufgeschrieben. Es gab auch einen Fragebogen, auf dem wir ankreuzen konnten, wie wir unsere Wut äußern, wie stark sie ist und was wir tun, um sie zu bewältigen.

Zum Mittagessen gab es Wraps mit Falafeln.  

Am Nachmittag haben wir Techniken zur Wut-Bewältigung gelernt. Der Favorit der meisten war, mit einem Baseballschläger auf eine alte Matratze einzuhauen.

Man sollte auch mit Wachsmalstiften so wild man wollte auf Papier malen oder kritzeln und konnte es dann zerreißen oder zerknüllen und gegen die Wand schmeißen.

Auf dem Zeltplatz sollen wir einen Sprint hinlegen und dann so laut schreien, wie wir konnten. Ein Dezibel-Messer hat uns angezeigt, wie laut wir waren.

An einer Station sollte man Dosen vom Tisch wegfegen und zum Runterkommen gab es eine Station mit Atmen und Meditieren.

Abends haben wir wieder eine Stunde mit Lea gesunden, was wie immer viel Spaß gemacht hat. Die Nacht war sehr ruhig (diesmal saß Arne während der Leiterbesprechung auf dem Freisitz und niemand konnte heimlich raus.)

Von Niklas, Ilja und Esther

Ich bin so neidisch!

Ich bin so neidisch!

Heute war Halbzeit unserer Freizeit! Wir wachten bei stürmischer See auf. Einige von uns sind schnell in die Klamotten geschlüpft und sofort zur Scheune, wo wir die Räder bei Regen unterstellen. Die meisten Räder sind schrottig, aber für die Frühsport-Runde reicht es.

Diejenigen, die Backschaft haben – so heißt der Tischdienst, der reihum geht – müssen immer 15 Minuten vor den Mahlzeiten eindecken. Morgens also um 8:45 Uhr. Nach dem Essen muss der Tischdienst alles abräumen, das Geschirr muss in dem Industriespüler gereinigt, dann getrocknet und eingeräumt werden. Zum Glück hat man während der Freizeit nur einen Tag lang Backschaft! Zum Frühstück gab es neben Müsli wie jeden Tag frische Brötchen, dazu Wurst, Käse und ganz viel Marmelade. Außerdem steht auf jedem Tisch immer ein Glas mit Nutella, bei dem auch immer ordentlich zugeschlagen wird.

Für das Tagesthema Neid sind wir am Vormittag in drei Gruppen aufgeteilt worden und haben der Geschichte von Sarai und Hagar gelauscht. Andere haben die Geschichte von Kain und Abel gehört. Wir sollten uns zwischendrin in die Personen hineinversetzen und überlegen, was die wohl in dem Moment gedacht oder gefühlt haben. Danach sollten wir uns einen Sketch mit einer modernen Version der Geschichte ausdenken. Es sind tolle Ergebnisse dabei rausgekommen!

Zum Mittagessen gab es heute Chicken Nuggets, sehr lecker! Das war eine gute Stärkung für das Fußballspiel: die Knoppers gegen die Talhühner. Die Knoppers haben gewonnen!

Zur Freude von allen kam Lea, unsere Kantorin, heute an und hat nach dem Abendessen eine Stunde mit uns gesungen.

Die Ex-Konfis hatten heute ihr eigenes Programm. Sie haben mit den (schrottigen) Rädern einen Ausflug zur Straußenfarm gemacht. Sie wurden von neugierigen Straußenblicken begrüßt und einige haben ihre Hände ins Gehege gesteckt und festgestellt, dass die zahnlosen Bisse der Sträuße gar nicht weh tun. Nachmittags durften sie noch bei wunderbaren Wellen ins Meer gehen.

Freundschaft

Freundschaft

Was macht eigentlich eine gute Freundschaft aus? „Loyalität“, sagten viele, „Treue“, „Zusammenhalt“.

In einer Stationenarbeit erlebten wir drei sehr verschiedene Zugänge zu Freundschaft. Bei Esther Joas entstand ein Symbol-Bild auf dem Boden zu den biblischen Berichten über Jesus und Petrus. Petrus hatte Jesus seine Treue zugesagt und ihn dann im entscheidenden Moment verleugnet. Als ihm das klar wurde, weinte er bitterlich.  

Mit dem Schauspieler Marco Linke machten wir Übungen, in denen wir die lautlosen Gefühlsausdrücke unseres Gegenübers deuten sollten und danach sollte man sich hineinversetzen, wie es ist, ein Bestimmer und ein Mitläufer zu sein.

Mit Finia und Charlotte haben wir Gruppenaktionen erlebt, die echt Spaß gemacht haben. Man konnte sich hochleben lassen und wir haben zusammen den Gordischen Knoten gelöst! Wir wurden auch mit Schlafmasken über den Zeltplatz geleitet und sollten dem vertrauen, der uns da führt.

Am Nachmittag gabs eine „Warme Dusche“. Das ist ein Komplimente-Bad. Die Sätze wurden für jeden auf ein Blatt Papier geschrieben und gefaltet. Am Ende konnte man es öffnen und hatte lauter schöne Beiträge da stehen. Außerdem haben wir Freundschaftsarmbänder geknüpft.

Knut kam auch wieder und wir haben Lieder gesungen wie „Damit aus Fremden Freunde werden“ oder „Wie ein Fest nach langer Trauer“.

Am Abend haben wir uns noch damit beschäftigt, wie weh es tut, wenn man sich in einer Freundschaft verraten fühlt. Wir haben aufgeschrieben, wo wir mal wie Petrus einen Freund verletzt haben. Diesen Brief haben wir dann in der Erde vergraben und schöne Blumen darüber gepflanzt. Wir hoffen, dass uns vergeben wird und diese Freundschaft wieder blühen kann wie diese Blumen.

Von Aurelia, Isabelle und Esther