Die Scham

Die Scham

Nur selten sprechen wir über ein Gefühl, das uns Menschen viel mehr bestimmt, als wir oft wahrhaben wollen: die Scham. Die Bibel setzt es an den Anfang menschlicher Erfahrungen, in ihren zweiten Schöpfungsbericht. Adam und Eva schämen sich, nachdem sie vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Sie sind nicht mehr eins mit der Natur und ihrer Umgebung, sie erkennen Individualität und Andersartigkeit.

Die Gruppe hat sich heute mit Scham- und Ekel-Gefühlen auseinandergesetzt, mit Beschämung und ihren Grenzen. Mit Kreidestiften haben sie Steine mit Schamgefühlen beschriftet, die sie gerne loswerden möchten. Die wurden dann weit hinaus ins Meer geworfen.

Am Abend haben wir dann mit Popcorn und Chips den Film „Wunder“ angesehen. Da floss heimlich doch die ein oder andere Träne…

Liebe ist geduldig und gütig

Liebe ist geduldig und gütig

Heute war der Tag zum Thema Liebe. Er hat mit einem schönen Gottesdienst begonnen. Der Sonntag soll kein Tag wie jeder andere sein. Er unterbricht den Alltag und wir feiern Gottes Schöpfung und unser Menschsein.

Später sind wir in Kleingruppen gegangen und jede Gruppe hat eine Bibelgeschichte behandelt, in der es um Liebe ging. Wie Jakob sich in Rahel verliebt, wie David und Jonathan sich ewige Liebe schwören, wie Ruth zu ihrer Schwiegermutter Noomi hält, wie Josef seinen Brüdern trotz ihrem Verrat verzeiht, wie der Samariter aus Nächstenliebe einen Ausgeraubten und Verprügelten pflegt und einige mehr.

Auf Plakaten haben wir unsere Geschichte aufgemalt und zum Beispiel Tipps zur Versöhnung bei Geschwisterstreit aufgeschrieben.

Am Abend gab es einen Rundgang zu jeder Station und die Ex-Konfis haben uns die Plakate vorgestellt.

Den Abschluss haben wir bei Kerzenlicht im Tagesraum gemacht. Simon und Paul haben eine Meditation mit uns gemacht und darin haben wir den Tag noch einmal Revue passieren lassen.

Von Isabelle, Bella und Anna

Geborgenheit

Geborgenheit

Geborgenheit ist ein schönes Gefühl, da waren wir uns alle einig. Man hat keine Angst und fühlt sich geliebt. Die meisten verbinden Geborgenheit mit ihrem Zuhause und ihrer Familie.

Aus der Bibel haben wir heute Verse aus dem 139. Psalm kennengelernt. Sie sind wunderschön. Da steht zum Beispiel „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ Wir haben zu den einzelnen Versen Plakate gestaltet und dazu passende Bilder aus Zeitungen und Zeitschriften aufgeklebt.

Zum Mittagessen gab es Reis mit Puten-Geschnetzeltem und natürlich veganen Alternativen. Es war so medium. Der Milchreis zur Nachspeise war aber extremst lecker.

In der Mittagspause gab es das erste Fußballspiel in unserem Turniermodus. Die „Frühen Vögel“ haben 4:0 gewonnen gegen die Knoppers.

Ein Highlight war das gemeinsame Singen aus unserer Liedermappe. Dafür begleitete uns der Kirchenmusiker Knut Matthiesen aus der Gemeinde Giekau am Klavier.

Der Abendabschluss war heute zum ersten Mal am Strand. Das ist ein magischer Moment, wenn die See ganz glatt ist und darüber die Sonne untergeht.

Von Nina und Esther

Ich packe meinen Koffer und ich fühle…

Ich packe meinen Koffer und ich fühle…

Angefangen hat der Tag mit einem leckeren Frühstück. Wir haben uns vor allem auf DAS Nutella gestürzt. (Hier gibt es jedes Jahr Diskussionen, ob es die oder das Nutella heißt…)

Dann gab es schon unser erstes Plenum, wo wir die sieben Grundgefühle kennengelernt haben: Liebe, Freude, Trauer, Wut, Ekel, Überraschung/Erschrecken und Angst. Dazu haben wir in Kleingruppen Sketche eingeübt und aufgeführt. In einer Gruppe mit 15 Jugendlichen haben wir dann „Ich packe meinen Koffer“ gespielt. In den Koffer sollten wir allerdings unseren Namen reinpacken und etwas, das ein starkes Gefühl bei uns auslöst, zum Beispiel Angst vor Spinnen oder so. Das war ziemliches Hirn-Jogging. Außerdem haben wir an den Tischen ein Memory mit Bibelversen gespielt, die man je einem Grundgefühl zuordnen sollte.

Später haben wir uns zum Gruppenfoto an der Sandkuhle verabredet. Schon am nächsten Tag können wir sie ausgedruckt in der Hand halten und entweder aufbewahren oder als Postkarte verschicken.

Ganz wichtig war auch noch die Wahl unseres Pflichtprojektes. Man musste sich zwischen Tanzkurs, Debattier-Club, Theatergruppe, Lagerzeitung, Kerzenbasteln für die Täuflinge und einem Design-Projekt für ein neues HF-Logo entscheiden. So alle zwei Tage treffen wir uns ab jetzt in den Projektgruppen.

In unserer Freizeit gibt es auch coole Angebote. Zum Beispiel Henna-Tattoos oder die begehrten HF-Armbänder.

Nach einem bezaubernden Tagesabschluss ging es wieder ins Bett. Diesmal war die Nacht ziemlich ruhig. Das muss daran gelegen haben, dass die Jugendleiter eine Wache vor den Zelten aufgestellt hatten …

Von Nina und Esther

Hohenfelde, wir kommen!

Hohenfelde, wir kommen!

Es ist der erste Tag der Sommerferien, 9:30 Uhr. Eine Menge von Jugendlichen versammelt sich vor dem Focke-Museum, überall Eltern, Geschwister und Koffer – große Aufregung. Weil das Verkehrsamt die Einfahrt der Remberti-Gemeinde mit Straßenpollern verbarrikadiert hat – angeblich zur Verkehrssicherheit – können unsere Reisebusse jetzt nicht mehr auf den Remberti-Parkplatz fahren. Die bisherigen Einsprüche der Gemeinde waren vergebens.

Um 10:10 Uhr war dann Abfahrt. Viele winkende Eltern, die Busse bis obenhin voll mit Gepäck, wir alle mit Vorfreude und vielleicht ein bisschen Abschiedsschmerz. Die Jungs haben hinten für Stimmung gesorgt und Songs gesungen.

Mit ein bisschen Stau und einer Pause kamen wir nach vier Stunden in Hohenfelde an. Wenn wir die Strandstraße hinunterfahren und das Meer erblicken, läuft traditionell durch die Lautsprecher „Heart of Courage“. Einige Jugendleiter, die zwei Tage vorher vorausgefahren sind und alles für uns vorbereitet haben, haben unsere Busse mit wehenden Fahnen am Eingang begrüßt.

Wir haben schnell alles ausgeladen und uns erstmal alle auf dem Zeltplatz versammelt. Unser heutiges Geburtstagskind verteilte Geburtstags-Brownies und dann sind wir mit den Leiterinnen und Leitern in unsere Zimmer oder Zelte gegangen und haben uns bisschen eingerichtet.

Es gab einen Rundgang übers Gelände, eine Rallye und ein paar Kennenlernspiele wie zum Beispiel „Speeddating“ mit einem rotierenden Innen- und Außenkreis: Man hat immer ein neues Gegenüber und bespricht Fragen, die wir von den Leitern gestellt bekommen.

Nach dem Abendessen wurden die berühmt berüchtigten Hohenfelde-Tagebücher gebastelt, in denen immer viel Gossip steht.

Um 21:30 Uhr war dann der erste Abendabschluss mit einer Willkommensrede von unserer Pastorin Esther Joas. Am Ende beten wir immer das Vaterunser und singen den Kanon „Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneiget.“

Ab 22 Uhr sollen wir in unseren Zimmern oder Zelten bleiben. Vorher machen wir immer noch eine Abendbesprechung mit unserem Leiter, unserer Leiterin. Man kann es sich denken: Es haben sich ein paar rausgeschlichen und manche haben sogar „Griechischer Wein“ gesungen. Dann kamen auf einmal alle Leiter wie von der Tarantel gestochen und haben die Konfis gejagt. Das war ein aufregender erster Tag!

Nina, Lotte, Juline und Henrike